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Brand Psychology

Schaffe dir einen unfairen Vorteil durch Emotional Branding

Vielleicht hast bereits schon öfters gehört, dass deine Brand mehr ist als nur ein Logo. Vielleicht weißt du es sogar. Aber warum ist das so wichtig? Lass mich dir ein Beispiel geben. Letztens war ich auf der Such nach einem „Superfood Pulver“. Du weißt schon für die Gesundheit und mehr mentale Klarheit… Jedenfalls habe ich meine Suche auf Amazon begonnen. Ich gebe also „Superfood Pulver“ in die Suchleiste ein und drücke Enter. Das Ergebnis? Mehrere Tausend an grünen Pulvern von unterschiedlichsten Brands in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. 

Die Auswahl war unendlich!

Und das alleine nur für ein komisches Gesundheits-Supplement. Worauf möchte ich hinaus?  Kunden haben heutzutage eine schier unendliche Auswahl an Produkten. Wie kann man als Seller nun aus diesen fast gleichen Brands herausstechen, die fast das identische Produkt anbieten? 

Die Antwort: Persönlichkeit, Psychologie und Emotionen. 

Alleine nur ein super schickes Logo zu haben reicht also nicht aus. Du kannst deine Brand die erste und sogar offensichtlichste Wahl in den Köpfen deiner Kunden machen. Um das zu erreichen, ist es essenziell, dass du Emotionen in dein Marketing einfließen lässt. Die erfolgreichen Brands machen das schon Jahrzehnte lang, jetzt ist es an der Zeit, dass auch du das tust!

Wir zeigen dir in diesem Post, wie du mehr Emotionen in deine Brand Strategy einbaust. 

Beispiele von großen Brands

Eigentlich ist Coca Cola nichts anders als karamellfarbenes Zuckerwasser, aber die Message in ihren Werbekampagnen geht viel tiefer, als einfach nur zu erzählen was Cola ist. Sie haben Coca Cola mit Freude und Glück verknüpft und haben sich damit einen noch größeren Marktanteil gesichert. 

Es gibt sogar Blindversuche die bestätigen, dass Pepsi Cola besser abschneidet und dennoch entscheiden sich meisten für Coca Cola. Warum? Wegen den Emotionen, die Coca Cola in ihren Kunden auslöst. Sie haben es geschafft ihr Markpräsenz zu steigern, alleine durch den Fokus auf Emotionen über Logik. 

Diese emotionalen Reaktionen bleiben in unseren Köpfen, selbst wenn sie nicht positiv sind. Always, einen Marke für Damenhygieneprodukte, haben es geschafft starke negative Emotionen durch ihre Werbekampagne „Like a girl“ auszulösen. In dem Video werden Jungen und Mädchen unterschiedlichen Alters befragt, wie es ist wie ein Mädchen zu rennen, zu kämpfen, zu werfen etc. Die Befragten haben albern, tollpatschig und besorgt um ihr Aussehen geschauspielert, weil körperliche Tätigkeiten wie ein Mädchen auszuführen als negativ betrachtet wird. Das war ein Reality Check für die Zielgruppe der Brand und warf ein negatives Licht darauf, wie Kinder die Fähigkeiten von männlich vs. weiblich sehen.

Es sind diese emotionalen Reaktionen – positiv oder negativ – die diese Werbekampagnen einprägsam machen. 

Wenn du nur über die Vorteile und Features deiner Brand sprichst, ohne auf die emotionale Ebene zu gehen, dann verpasst du eine große Chance mit deiner Zielgruppe zu connecten … und deine Brand zu ihrer ersten oder einzigen Wahl zu machen. 

Umsetzung

Robert Plotchnik, Professor für Psychologie an der Universität von South Florida hat 8 primäre, emotionale Reaktionen von Menschen identifiziert:

Angst, Wut, Traurigkeit, Freude, Ekel, Überraschung, Vertrauen und Vorfreude

Überlege dir diese emotionalen Reaktionen in die Message deiner Brand einzubauen. Dafür gibt es verschiedene Wege:

1. Eine Emotion auswählen und dann rekonstruieren

Das kling relative einfach, ist aber enorm effektiv. Anstatt deine Marketing Botschaften zufällig zu erstellen, rekonstruierst du deine Content-Erstellung. Als erstes wählst du eine der 8 primären emotionalen Reaktionen aus, die du in deiner Zielgruppe uaslösen willst. Als nächstes identifizierst du die Reaktion, die deine Zielgruppe zeigen soll. Das kann z.B. sein, dass sie sich selbstbewusst fühlen sollen oder ein anderes Ziel. Dann überlegst du dir, auf welche Weise du diese Emotion auslösen könntest. Arbeite von deinem Ziel rückwärts. 

2. Das Problem-Lösung-System

Eine andere Möglichkeit dein Branding emotionaler zu gestalten istnes, mehr Situationen aus dem echten Leben deiner Kunden einzubauen. Das können alltäglich Ereignisse sein oder ein Wendepunkt in ihrem Leben, den sie nie wieder vergessen werden. Wähle Situationen, die eine der 8 primären Emotionen auslösen und zeige wie deine Brand ihnen damit hilft. Angenommen du bist in der Abnehm- oder Gesundheitsnische. Deine Zielgruppe kämpft mit ständiger Gewichtszunahme oder Warnsignale bezüglich ihrer Gesundheit. Stell dir ihre Angst oder Frustration vor und platziere deine Brand als Lösung. Damit rufst du eine enorm starke emotionale Reaktionen in deinen Kunden hervor. 

Sobald du dich für dein Marktsegment entscheiden hast, fokussiere deine Message darauf, in diese Emotion oder inneren Konflikt einzutauchen. Zeig deiner Zielgruppe Hoffnung. Zeige ihnen, die Transformation die sie durch deine Produkte erreichen.

Es sollte zwar selbstverständlich sein, aber bitte nutze diese Framework ausschließlich auf eine ethische Art und Weise. Bewirb dein Produkt niemals als Lösung zu einem Problem, das du nicht lösen kannst. Erfolgreiche Brands basieren immer auf einem transparenten, ehrlichen und ethischen Marketing. 

3. Verwende mehr Bilder

Ein sehr effektive Methode um mehr Emotionen einzubauen ist es, mehr Bilder und Grafiken zu verwenden. Unser Gehirn schafft unzählige Erfahrungen und emotionale Reaktionen, wenn wir ein Bild sehen. Wenn du ein wunderbares Ergebnis deiner Kunden mit deinen Produkten zeigst, wir deine Zielgruppe ganz automatisch ihre eigene Geschichte damit verbinden. Das können glückliche Beziehungen, beneidenswerte Körper, zufriedene Kinder oder was auch immer deine Produkte schaffen sein. 

4. Beschreibe die Zukunft

Dieser Ansatz ist ähnlich zu dem Problem-Lösung-System, geht aber noch einen Schritt weiter. Schaffe die Bedingungen für den perfekten Zustand in der Zukunft. Sprich über die perfekte Zukunft, in der deine Kunden leben werden. Wie sieht die Welt aus, nachdem sie dein Produkt gekauft haben? Wie sieht das Idealbild deiner Kunden aus? Wenn du ihre Zukunft deiner Zielgruppe in einer bildlichen Sprache beschreibst, kann das enorm motivierend sein. 

5. Limitierende Glaubenssätze überwinden 

Um die effektivste emotionale Reaktion zu schaffen, musst du dich in die Köpfe deiner Kunden hineinversetzen. Achte auf die Worte, mit denen sie ihr Problem beschreiben. Warum fühlen sie sich unfähig die Ergebnisse zu erzielen, die deine Brand verspricht? Was hält sie zurück? Wenn sie diese mentalen Blockaden überwinden, werden sie stark an die Lösung gebunden, die du anbietest. Deine Brand wird zu demjenigen, der ihnen hilft diese neue Realität zu erreichen. 

6. Erzähle mehr Geschichten

Erzähle Geschichten über deine Kunden, über dich oder über Geschichte selbst. Geschichten aktivieren Areale in unserem Gehirn, so als würden wir sie in diesem Moment selbst erleben. Je mehr Geschichten du erzählst, desto emotionaler wir deine Message.

Okay, jetzt ist es an der Zeit Stift und ein Blatt Papier herzunehmen oder eine Notiz auf deinem Computer zu öffnen und zu brainstromen. Überlege dir, wie due diese 6 Punkte für dich und deine Brand anwenden kannst. Wenn du Emotionen in dein Branding einbaust, wirst du einen großen Vorsprung vor deinen Wettbewerben haben.